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Liebe Weinfreunde

Was soll ich Ihnen, die Sie fasziniert sind von der wundervollen Welt der grossen (und auch von der Klassifizierung her nicht ganz so grossen) Weine, insbesondere jener aus Frankreich, erzählen? Vom Gefühl das einen ergreift, wenn man in seinen Keller hinabsteigt, sorgsam einen dieser Schätze in Flaschen auswählt, den Staub von der Etikette wischt und diese studiert? Wenn man später die Flasche öffnet und der Wein endlich in die Gläser fliesst?

Soll ich Sie aufhalten mit der Erwähnung, all dieser unendlich vielschichtigen Geruchs-, Geschmacks- und Farbnuancen die sich dann offenbaren? Oder mit Erörterungen darüber, ob bei diesem oder jenem Wein die Perigord-Trüffel-, Lakritze-, Beeren- oder Schokoladenaromen überwiegen?

Das Geniessen solcher Weine bescherte mir alleine oder zusammen mit Freunden so manche denkwürdige Begleitung zu einem perfekten Essen oder zu einem dieser harmonisch ausklingenden Abende, von denen wir so oder so zu wenige erleben dürfen.

Wieso mich diese Leidenschaft verliess, vermag ich nicht zu erklären. Tatsache ist aber, dass ich vor ca. 15 Jahren aufgehört habe, weitere Weine einzukaufen und dass ich seither auch kaum eine Flasche mehr getrunken habe. Mittlerweile wuchs in mir die Gewissheit, dass diese verlorene Liebe auch nicht wieder zurückkehren wird.

Da ich nun, ohne interessierte Nachkommen, keine Lust mehr habe, meinen Weinkeller ohne Sinn und Ziel weiter zu verwalten, habe ich mich entschlossen, das gesamte Weinlager zum Verkauf freizugeben.

Die von mir bevorzugte Lösung sieht einen einzelnen Weinliebhaber als Abnehmer des gesamten Kellerbestandes.

Sollte hier keine attraktive Übereinkunft zustande kommen, wäre der Verkauf des Weins eventuell auch in Tranchen zu überdenken.